Archiv für Dezember 2007
Christian Zahn in der Sitzung des Trägerausschusses der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund
“Mit einem Haushaltsvolumen von insgesamt 139,0 Milliarden Euro haben wir heute über den – nach dem Bundeshaushalt – zweitgrößten öffentlichen Haushalt für 2008 in Deutschland zu beschließen”, so Christian Zahn, Vorsitzender des Trägerausschusses der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund zu Beginn seines Berichts an die Vertreterversammlung in Berlin.Selbstverwaltung ist zentraler Bestandteil der Sozialordnung
Zahn wies darauf hin, dass die Selbstverwaltung ein Erfolgsmodell sei. Sie habe eine wichtige politische Funktion und sei ein Kernelement unserer Gesellschaftsordnung. Die Selbstverwaltung schaffe Bürgernähe und nehme eine wichtige Vermittlerfunktion im Verhältnis Bürger – Verwaltung, aber auch im Verhältnis Verwaltung – Politk wahr. Durch die Einbindung von Sachverstand aus gesellschaftlichen Bereichen diene sie der Effizienz und Effektivität der Verwaltung, so Zahn weiter.
Selbstverständlich müsse sich die Selbstverwaltung an geänderte Anforderungen anpassen. Bei der Weiterentwicklung der Struktur der Selbstverwaltung sollte ihre Autonomie gestärkt und ihre Gestaltungsspielräume erhöht werden, um ihre Bedeutung und ihre Leistungen im Bewusstsein der Bevölkerung stärker zu verankern. Alle Vorschläge, die im Ergebnis zu einem Abbau der Selbstverwaltung führten, sind nach den Worten Zahns abzulehnen.
Große Herausforderungen, wie die Wiedervereinigung und die Organisationsreform habe die Selbstverwaltung mit großem Einsatz und Erfolg gemeistert. “Bei beiden Vorhaben hat sich gezeigt, wie wichtig die Selbstverwaltung für die Vorbereitung und Umsetzung von größeren Reformprojekten ist”, erläuterte Zahn.
Auskunfts- und Beratungsleistungen weiterentwickeln
Zahn führte aus, dass “mit der Einrichtung eines Servicetelefons im Jahr 1995, durch den Versand der jährlichen Renteninformation oder durch unsere Versichertenberater in Sache Kundenorientierung wichtige Maßstäbe gesetzt wurden”. So hätten im letzten Jahr rund fünf Millionen Versicherte und Rentner die Beratungseinrichtungen der Deutschen Rentenversicherung Bund aufgesucht. Darüber hinaus seien 640.000 Personen von unseren Versichertenberatern und 1,7 Millionen Kunden am kostenlosen Servicetelefon beraten worden.
Entwicklung der Riester-Rente
Zahn machte auf die Entwicklung in der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) aufmerksam, die von einer hohen Dynamik bei der zulagegeförderten privaten Altersvorsorge geprägt werde. Die Zahl der abgeschlossenen Zulageverträge hat fast die 10 Millionen-Grenze erreicht. “Insgesamt wurden durch die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen seit 2003 rund 2,2 Milliarden Euro an Zulagen auf Riesterverträge überwiesen. Diese Auszahlungen verteilen sich auf rund 6,3 Millionen Zulageverträge”, berichtete Zahn.
Altersvorsorge macht Schule geht in die zweite Runde
Kursbesucher stellen dem Angebot ein gutes Zeugnis aus
Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr geht „Altersvorsorge macht Schule“, Deutschlands größte unabhängige Bildungsinitiative zur Alterssicherung, in die zweite Runde. Wie die Projektpartner, unter ihnen die Bundesregierung, die Deutsche Rentenversicherung und der Deutsche Volkshochschul-Verband, heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin mitteilten, werden im Rahmen der Kampagne in den kommenden Monaten bundesweit mehr als 500 Kurse an den Volkshochschulen angeboten. Die Kursbesucher sollen dabei zu Vorsorge-Experten in eigener Sache werden.
Eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2007 zogen die Bundesminister Franz Müntefering und Peer Steinbrück übereinstimmend mit dem Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, dem Vorsitzenden des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Ernst-Dieter Rossmann, und dem Projektkoordinator im Bundesverbraucherministerium, Rainer Metz. Die bisherigen Kursbesucherinnen und Kursbesucher hätten dem Angebot ein gutes Zeugnis ausgestellt. Demnach seien die Kurse für weit mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden eine Hilfe für die Planung der eigenen Altersvorsorge gewesen.
Die Evaluation des ersten Halbjahres ergab: Zwischen Februar und Juli besuchten knapp 3.500 Menschen einen von insgesamt 325 „Altersvorsorge macht Schule“-Kursen. Dabei habe sich gezeigt, dass die Frage der Alterssicherung beide Geschlechter gleichermaßen be-schäftigt. Frauen und Männer seien in den Kursen nahezu gleichberechtigt vertreten. Etwas mehr als die Hälfte der Besucher seien jünger als 45 Jahre gewesen und damit in dem Alter, in dem die Beschäftigung mit der eigenen Altersvorsorge besonders wichtig ist.
In den zwölfstündigen Kursen behandeln Referentinnen und Referenten der Deutschen Ren-tenversicherung alle Aspekte der Altersvorsorge. Das Projekt treffe mit diesem Anspruch genau die Bedürfnisse der Zielgruppe. Fast alle Kursbesucher hätten in der Befragung angegeben, ihre Erwartungen seien erfüllt worden. 97 Prozent fühlten sich nach dem Kurs über Altersvorsorge „gut“ oder zumindest „teilweise gut“ informiert.
Im zweiten Halbjahr wollen sich die Initiatoren von „Altersvorsorge macht Schule“ verstärkt darauf konzentrieren, bestimmte Zielgruppen besser zu erreichen. Dazu gehörten insbesondere Berufsanfänger, Menschen mit niedrigerem Einkommen sowie Menschen mit Migrationshintergrund. Für sie würden derzeit in verschiedenen Ballungsräumen Pilotprojekte vorbereitet. Dafür kooperierten die Projektpartner unter anderem mit Berufsschulen sowie kleineren und mittleren Betrieben. Die Erfahrungen, die in diesen Pilotprojekten gewonnen werden, sollen in die langfristige Weiterentwicklung von „Altersvorsorge mit Schule“ einfließen.
Hintergrund:
„Altersvorsorge macht Schule“ ist eine gemeinsame Initiative der Bundesregierung, des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, der Deutschen Rentenversicherung, des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Kern des Projekts sind spezielle Kurse zur Altersvorsorge, die seit Februar 2007 bundesweit an den Volkshochschulen stattfinden.
Die Kursleitung übernehmen Referenten der Deutschen Rentenversicherung. Sie informieren in zwölf Unterrichtsstunden neutral und unabhängig über alle Fragen der Altersvorsorge. Dazu gehören die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die Möglichkeiten der staatlich geförderten zusätzlichen Altersvorsorge, rein private Modelle der Absicherung und des Vermögensaufbaus sowie Verbraucherschutzaspekte. Kaufempfehlungen werden in den Kursen nicht ausgesprochen, die Initiative ist anbieter- und produktunabhängig.
Die Kurse von „Altersvorsorge macht Schule“ wenden sich an alle, die ihre eigene Altersabsicherung verbessern wollen – unabhängig von Vorkenntnissen oder finanziellen Möglichkeiten. Die Kursgebühr beträgt maximal 20 Euro. Die Anmeldung erfolgt bei den Volkshochschulen vor Ort.
Umfassende Informationen zum Kursprogramm und zu den Möglichkeiten der Teilnahme gibt es im Internet unter www.altersvorsorge-macht-schule.de oder kostenlos unter der Telefonnummer 0800-1000 480 70.
Riester-Förderung erreicht 4. Stufe
Am 1.1.2008 erreicht die Riester-Förderung ihre letzte und höchste Stufe. Ab diesem Zeitpunkt erhöht sich die Grundzulage auf 154 Euro und die Kinderzulage auf 185 Euro. Für Kinder die ab dem 01.01.2008 geboren sind beträgt die Kinderzulage sogar 300 Euro pro Jahr. Die Sparer müssen dafür 4 Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres anlegen.
Die Riester-Förderung begann 2002. In den Jahren 2002 und 2003 mussten Sparer 1 Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in eine zertifizierte Sparform einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten. Mit dem Jahr 2004 stieg dieser Anlagebetrag auf 2 Prozent und im Jahr 2006 auf 3 Prozent. Ab dem 1.1.2008 müssen Personen, die die volle Förderung erhalten möchten, 4 Prozent in einer entsprechenden Sparform anlegen.
Selbstverständlich kann auch ein geringerer Betrag eingezahlt werden, die Zulage würde sich dann prozentual verringern.
In gleichem Umfang stieg auch der steuerlich maximal abzugsfähige Betrag. In den Jahren 2002 und 2003 konnten maximal 525 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Im Jahr 2004 stieg dieser Betrag auf 1050 Euro, mit dem Jahr 2006 auf 1575 Euro. Durch die 4. Riester-Stufe erhöht sich der Betrag ab dem 1.1.2008 auf 2100 Euro.
Warum diese Stufen?
Bereits in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war erkennbar, dass aufgrund der demographischen Entwicklung – niedrige Geburtenraten und stetig steigende Lebenserwartung – bei unveränderter Rechtslage die Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung in nicht akzeptabler Weise steigen würden. Um den Anstieg der Beitragsbelastung zu dämpfen, hat der Gesetzgeber beschlossen, das Rentenniveau langfristig zu senken. Gleichzeitig wurde mit dem Altersvermögensgesetz die Riester-Förderung eingeführt, um die Absenkung des Rentenniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung für die heutigen Versicherten auszugleichen.
Die Reduzierung des Rentenniveaus erfolgte durch eine Modifikation der Rentenformel. bei der die Aufwendungen für den Aufbau einer Riester-Rente durch die Versicherten bei der Ermittlung des aktuellen Rentenwerts pauschal berücksichtigt werden.. Dadurch werden die in Stufen ansteigenden Altersvorsorgeaufwendungen, die die Versicherten für die Riester-Rente aufwenden, bei der Rentenanpassung berücksichtigt, weshalb die Renten in der gesetzlichen Rentenversicherung langfristig gesehen langsamer ansteigen.
Sofern die Förderberechtigten der Riester-Rente die Eigenbeiträge in der Höhe erbringen, wie es erforderlich ist, um die Zulagenförderung in vollem Umfang in Anspruch zu nehmen, können sie in der Regel damit rechnen, dass sie im Alter ein Versorgungsniveau erreichen, das dem der heutigen Rentnergeneration entspricht. Dazu ist es in der Regel jedoch erforderlich, dass auch die Steuerermäßigung, die sich aufgrund des möglichen Sonderausgabenabzugs für Aufwendungen bei der Riester-Rente ergibt, wiederum in die individuelle Alterssicherung investiert wird.
Trägerausschuss der Vertreterversammlung stellte den Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Bund 2008 fest
Der Trägerausschuss der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund verabschiedete gestern den Haushalt mit Gesamteinnahmen und -ausgaben von 139,0 Milliarden EUR. Gegenüber 2007 ist damit eine Minderung um 5,6 Prozent zu verzeichnen.
Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Bund schließt mit einem Überschuss von rd. 341,8 Millionen EUR ab.
Die wesentlichsten Positionen des Haushaltsplanes 2008 stellen sich wie folgt dar:
Beitragseinnahmen
Die Beitragseinnahmen werden für 2008 mit insgesamt 101,0 Milliarden EUR veranschlagt.
Höhe des Bundeszuschusses
Der Zuschuss des Bundes (einschl. des zusätzlichen Bundeszuschusses) beträgt für das Jahr 2008 insgesamt 32,2 Milliarden EUR.
Erstattungen des Bundes und der Versorgungsdienststellen
Die Erstattungen des Bundes und der Versorgungsdienststellen – insbesondere für die überführten Leistungen aus Zusatz- und Sonderversorgungssystemen – betragen insgesamt 4,9 Milliarden EUR.
Ausgaben für Rentenleistungen
Im Jahr 2008 werden 119,4 Milliarden EUR für Rentenleistungen gezahlt. Das sind 85,9 Prozent der Gesamtausgaben der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Entsprechend der Entwicklung der Rentenausgaben steigen auch die an die Krankenversicherung der Rentner zu leistenden Aufwendungen, die für 2008 mit insgesamt 8,0 Milliarden EUR veranschlagt werden.
Leistungen zur Teilhabe (Rehabilitation)
Für Leistungen zur Teilhabe sind – in etwa wie im Vorjahr – insgesamt 2,3 Milliarden EUR vorgesehen. Es wird für 2008 mit rd. 448.400 Maßnahmen gerechnet.
Verwaltungs- und Verfahrenskosten
Für Verwaltungs- und Verfahrenskosten werden 2008 rd. 1,6 Milliarden EUR veranschlagt. Bezogen auf die gesamten Ausgaben entsprechen die Verwaltungs- und Verfahrenskosten lediglich 1,2 Prozent des Ausgabevolumens.
Investitionsausgaben
Die Investitionsausgaben sind in Höhe von 88,6 Millionen EUR veranschlagt. Die Investitionsausgaben der Deutschen Rentenversicherung Bund entfallen in der Hauptsache auf Umbau-, Brandschutz- und Modernisierungsmaßnahmen in den eigenen Kliniken sowie auf die Beschaffung von Anlagen der elektronischen Datenverarbeitung.
Gunkel zur Finanzsituation in der Rentenversicherung
“Die verbesserte Wirtschaftslage schlägt sich deutlich auch in den Kassen der gesetzlichen Rentenversicherung nieder”, so Alexander Gunkel, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, zu Beginn seines Berichtes an die Vertreterversammlung in Berlin zur Finanzsituation der Rentenversicherung.Finanzentwicklung in 2007
Nach den jüngsten Vorausberechnungen des Schätzerkreises zur Rentenversicherung sei für das Jahr 2007 mit Einnahmen in Höhe von rund 231,5 Milliarden Euro zu rechnen. Dem stünden voraussichtlich 230,3 Milliarden Euro als Ausgaben gegenüber. Damit ergebe sich für das Jahr 2007 ein haushaltsmäßiger Überschuss von 1,2 Milliarden Euro. Unterstellt ist dabei ein um Sondereffekte bereinigter Anstieg der Pflichtbeiträge von rund 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Auf der Basis der Vorausberechnung komme man zum Jahresende 2007 auf eine Nachhaltigkeitsrücklage, die mit 11,5 Milliarden Euro um etwa 1,8 Milliarden Euro über dem Wert zum Jahresende 2006 liegt, so Gunkel.
Entwicklung im mittelfristigen Zeitraum
Auf Basis der Annahmen der Bundesregierung zur wirtschaftlichen Entwicklung werde die Nachhaltigkeitsrücklage bis zum Jahr 2011 auf rund 25,8 Milliarden Euro ansteigen. Nach geltender Rechtslage sei für das Jahr 2011 eine Senkung des bis dahin geltenden Beitragssatzes von 19,9 Prozent auf 19,4 Prozent möglich, so Gunkel. Beitragssatzsenkungen sollten erst vorgenommen werden, wenn die Schwankungsreserve auf die gesetzlich festgelegte Höhe aufgefüllt ist, so Gunkel.
Rentenanpassung 2008
Nach den aktuellen Vorausberechnungen des Schätzerkreises sei 2008 mit einer Rentenanpassung in Höhe von rund einem Prozent zu rechnen. Allerdings würden die für die Rentenanpassung ausschlaggebenden Werte erst im Frühjahr des kommenden Jahres vorliegen. Gunkel warnte davor, voreilig Erwartungen zu wecken, ohne zu wissen, ob sich diese letztlich auch erfüllen.
Entwicklung im Bereich der Riester-Rente Nach zunächst sehr verhaltenen Beginn habe sich die Inanspruchnahme der Riester-Rente in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt, führte Gunkel aus. Bis September dieses Jahres seien bereits 9,7 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden. Allein im Jahr 2007 habe die ZfA insgesamt rund 1,07 Milliarden Euro an Zulagen ausgezahlt, seit dem Jahr 2003 insgesamt rund 2,18 Milliarden Euro. Für die Zukunft rechne man mit einem weiteren deutlichen Anstieg, da die Zulagen erst im kommenden Jahr ihre endgültige Höhe erreichen. Die Entwicklung der Riester-Rente mache deutlich, dass das neue Leitbild der Alterssicherung, die “Lebensstandardsicherung aus mehreren Säulen”, inzwischen in erheblichen Teilen der Bevölkerung angekommen sei. Dies sei auch auf die vielen Aktivitäten der Rentenversicherung in diesem Bereich zurückzuführen. Gunkel wies nochmals auf die Notwendigkeit hin, die Riester-Zulage innerhalb von zwei Jahren zu beantragen, für das Jahr 2005 also spätestens bis zum Ende dieses Jahres.
“Wir können gegenwärtig und auch in der mittelfristigen Sicht von einer durchaus positiven, stabilen Finanzsituation der Rentenversicherung ausgehen”, betonte Gunkel zum Abschluss seines Vortrages.
RieStar – die dritte Generation – LV 1871 mit neuer Riester-Rente auf dem Markt
Unter den Riester-Renten gibt es einen neuen
“Star”: Die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871) hat
mit RieStar eine Riester-Rente der dritten Generation auf den Markt
gebracht. Dabei handelt es sich um eine fondsgebundene
Rentenversicherung mit einem neuartigen
Garantie-Sicherungs-Verfahren, das einerseits die Garantie
gewährleistet und gleichzeitig die Chancen am Kapitalmarkt optimal
wahrnimmt. Die Ratingagentur Franke & Bornberg hat für RieStar die
Bestbewertung “FFF” vergeben.
RieStar steht für ein dynamisches Wertsicherungskonzept mit
kundenindividuellem Anlagemanagement. Dabei werden die Beiträge in
bis zu drei Kapitaltöpfen angelegt: Ein Teil fließt in das
Sicherungsvermögen, ein weiterer Teil in den Garantiefonds “Lyxor Evo
Fund”, der am Monatsende mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens vom
Monatsanfang garantiert, und ein dritter Teil wird in frei wählbare
Fonds aus der Fondspalette der LV 1871 eingezahlt. Je nach
Vertragslaufzeit und Fondsentwicklung besteht auch die Möglichkeit,
das Kapital nur im Garantiefonds und den freien Fonds anzulegen.
Durch monatliche Umschichtung wird einerseits der gesetzlich
vorgeschriebene Beitragserhalt gesichert, andererseits die Chance auf
eine attraktive Rendite optimal ausgeschöpft. Denn: Bei der
Fondsanlage ist eine bis zu 100-prozentige Anlage in Aktien möglich.
Drei Generationen der fondsgebundenen Riester-Rente
Sowohl bei der ersten Riester-Generation “hybrid” als auch beim
Modell der zweiten Generation “Höchststandsgarantie-fonds” wird zu
Vertragsbeginn eine Beitragsaufteilung festgelegt, die später nicht
mehr verändert werden kann. Dadurch ist die Renditechance am
Kapitalmarkt relativ gering. Das dynamische Wertsicherungskonzept der
dritten Riester-Generation nimmt hingegen jeden Monat eine
vertragsindividuelle Guthabenaufteilung vor und legt fest, wie hoch
der Aktienanteil des Kapitals sein darf. Damit wird ein Maximum an
Renditechancen generiert, ohne die garantierte Beitragssumme zu
Rentenbeginn zu gefährden.
 Weitere Vorteile von RieStar:
Durch eine flexible Beitragszahlung muss der Kunde monatlich
keinen festen Betrag an die LV 1871 entrichten: Er kann nach Belieben
zuzahlen, bekommt aber auch keine Mahnung, sofern er den pro Jahr
vereinbarten Regelbeitrag nicht einhält. Stattdessen erhält er von
der LV 1871 am Jahresende rechtzeitig Informationen über die Höhe der
erforderlichen Nachzahlung, um weiterhin die maximale Förderung in
Anspruch nehmen zu können. RieStar gibt es ab zehn Euro im Monat.
Über die LV 1871:
Die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871) gilt als
ältestes Münchner Lebensversicherungsunternehmen und zählt mit einer
Beitragseinnahme von knapp 500 Millionen Euro im Jahr 2006 zu den
mittelgroßen Lebensversicherungen in Deutschland. Als
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gehört die LV 1871 ihren
Kunden, die von ca. 8.500 unabhängigen Versicherungsvermittlern
beraten werden. Die LV 1871 versteht sich als Spezialist für Lebens-,
Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Den Ruf als gute
Adresse in der Assekuranz bestätigen zahlreiche Ratings und Rankings.
Öko-Riester-Rente: Fortis kombiniert Altersvorsorge mit Nachhaltigkeit
Die Fortis Deutschland Lebensversicherung AG bietet ab sofort mit ihrer Öko-Riester-Rente ein Vorsorgeprodukt, das im Alter neben einer attraktiven Rendite auch nochfür ein gutes Gewissen sorgt. Das angebotene Fonds-Portfolio setzt dabei ausschließlich auf hauseigene Aktien- bzw. Mischfonds, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben.”Der Klimawandel bedroht uns schon jetzt. Ganz zu schweigen von unserer Zukunft und der unserer Kinder”, erklärt Lutz Kühne, Vertriebsvorstand der Fortis Deutschland Lebensversicherung AG. “Wir müssen neue Wege in Sachen Ökonomie und Ökologie gehen.” Für fondsgebundene Lebensversicherungen ein interessanter Aspekt: Stehen doch ökologische Geldanlagen und überdurchschnittliches Wachstum inzwischen in keinem Widerspruch mehr. Denn gerade in Zeiten wachsender Umweltprobleme haben solche Investitionen in Unternehmen größte Chancen, die auf ökologische und soziale Herausforderungen reagieren. Technologien zum Schutz des Wassers, der Luft, des Bodens und der Artenvielfalt sind gefragter denn je. Die Öko-Riester-Rente von Fortis setzt auf Nachhaltigkeits-Fonds in drei Risikoklassen, die einer sicherheitsbewussten Haltung ebenso entsprechen wie einer konservativen oder auch aufgeschlossenen. Je nach persönlichem Absicherungsbedürfnis kann sich der Kunde für einen der Fonds entscheiden und so die Möglichkeiten internationaler Aktien- und Rentenmärkte nutzen. Dabei bleiben die Eigenbeiträge und die staatlichen Zulagen erhalten, egal wie sich der Fonds entwickelt. Durch die Beitragsgarantie ist das Kapital geschützt und die Riester-Rente in jedem Fall sicher.
Auf Zukunft wird in doppelter Hinsicht gesetzt, denn Fortis koppelt die persönliche Alterssicherung mit der gesellschaftlichen Zukunftsvorsorge: Die eingesetzten Nachhaltigkeitsfonds tragen zur Lösung ökologischer und sozialer Fragestellungen bei und die Riester-Rente hilft dank ihrer staatlichen Förderung, diese Zukunft mit einem angemessenen Lebensstandard zu genießen. Jeder aus der Öko-Rente z.B. in den Fortis L Fund Equity Environmental Sustainability World investierte Euro entspricht derzeit einer Vermeidung von Umweltschäden in Höhe von 0,16 EUR. “Damit verringert jeder, der auf Nachhaltigkeit in der Vorsorge setzt, seinen eigenen ökologischen Fußabdruck”, macht Fortis Vertriebsvorstand Kühne deutlich. Auch wenn die Nachfrage nach grünen Produkten dieser Art steigt, ist der Markt für Versicherungen mit gesellschaftlicher Verantwortung doch noch sehr klein: Er macht kaum mehr als ein Prozent des gesamten Vorsorgemarktes aus. Bislang berücksichtigen nicht mehr als etwa 50 Fonds nachhaltige Anlagekriterien.
Weiter steigende Auszahlungsbeträge bei der Riesterförderung
Im Jahr 2007 hat die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) über eine Milliarde Euro Zulagen an Riestersparer ausgezahlt. Ursache für diese Entwicklung ist die stark steigende Zahl der Riesterverträge und der dadurch bedingte höhere Eingang an Zulagenanträgen sowie die gestiegenen Zulagebeträge seit 2006. So fördert der Staat die Riesterrente mit einer Grundzulage von 114 Euro pro Jahr. Für jedes Kind gibt es zusätzlich 138 Euro jährlich. Ab 2008 werden die Zulagen noch einmal erhöht. Dann beträgt die Grundzulage 154 Euro und die Kinderzulage pro Kind 185 Euro, für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. An vier Zahlterminen innerhalb des Jahres erfolgen Auszahlungen zu den jeweils eingegangenen Zulagenanträgen, zuletzt am 15. November.
 Insgesamt wurden durch die ZfA seit 2003 fast 2,2 Milliarden Euro an Zulagen auf Riesterverträge überwiesen. Diese Auszahlungen verteilen sich auf rund 6,3 Millionen Zulageverträge.
 Wichtig für Riestersparer: Die Zulage muss innerhalb von zwei Jahren nach Ablauf des Beitragsjahres beantragt werden. Für das Jahr 2005 also spätestens bis zum Ende dieses Jahres. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Dies gilt auch für alle diejenigen, die die steuerliche Förderung im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung geltend machen wollen. Den Zulagenantrag erhalten die Sparer von ihrem Anbieter zugeschickt. Dieser muss ggf. um einige persönliche Angaben ergänzt und an den Anbieter zurückgeschickt werden. Dieser leitet den Antrag dann an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen weiter. Dort wird die Zulagenberechtigung geprüft und die Zulage dem entsprechenden Vertrag beim Anbieter gutgeschrieben.
 Es besteht auch die Möglichkeit, einen Dauerzulagenantrag zu stellen. Dann wird die Zulage immer automatisch vom Anbieter beantragt. Nur Änderungen in den persönlichen Verhältnissen (z. B. Geburt eines Kindes) müssen dann noch gemeldet werden.