Archiv für April 2008
Höhere Hinzuverdienstmöglichkeiten für Rentner
Rentner können laut eines heute verkündeten Gesetzes rückwirkend zum 1. Januar 2008 mehr zu ihrer Rente hinzuverdienen.
Von der Gesetzesänderung betroffen sind Erwerbsminderungsrentner und Altersrentner vor dem 65. Geburtstag. Sie können nach der Gesetzesänderung bis zu 400 Euro zu ihrer Rente hinzuverdienen, ohne Abstriche bei ihrer Rente hinnehmen zu müssen. Bisher lag diese Grenze bei 355 Euro.
Viele Rentner waren in der Vergangenheit davon ausgegangen, dass sie neben ihrer Rente einen 400-Euro-Job ausüben können, ohne die Hinzuverdienstgrenze zu überschreiten. Die Rentner hatten in diesen Fällen aber nur Anspruch auf eine Teilrente. Die Vereinheitlichung mit der Geringfügigkeitsgrenze durch Anhebung der Hinzuverdienstgrenze auf 400 Euro vermeidet Rentenkürzungen und bedeutet eine nicht unerhebliche Verwaltungsvereinfachung für die Rentenversicherungsträger. Aufwendige Prüfungen und Rückforderungen entfallen damit. Mit der Gesetzesänderung wird einem Anliegen der Deutschen Rentenversicherung entsprochen.
Wohn-Riester mit schweren Geburtsfehlern
In seiner heutigen Mitteilung lobte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB) Dr. Franz-Georg Rips die Einbeziehung der Immobilien in die Altersvorsorge. Gleichzeitig wurde jedoch das neue Eigenheimrentengesetz als bürokratisches Monster kritisiert und auch die beschränkung der Förderung auf eigengenutzte Immobilien bemängelt.
Positiv gewertet wurde, dass nicht nur der Erwerb der selbst genutzten Immobilie gefördert werde, sondern auch der Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Hierdurch könnten Genossenschaften zu den eigentlichen Gewinnern der Reform werden.
„Ich bezweifel aber, dass Wohn-Riester insgesamt auf eine breite Akzeptanz stoßen wird“, sagte der Mieterbund-Präsident. Um das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung auch bei Immobilien aufrecht zu erhalten, sollen fiktive „Wohnförderkonten“ gebildet werden. Im Alter können dann die Geförderten entscheiden, ob sie fiktive Einnahmen monatlich oder einmalig versteuern wollen.
„Das nenne ich ein Bürokratiemonster. Geförderte müssen dann als Rentner Steuern zahlen, obwohl sie tatsächlich keine laufenden Einnahmen aus der Immobilie haben. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.“
Unverständlich sei, so Rips, dass nicht auch die vermietete Immobilie in die Förderung mit einbezogen werde: „Die vermietete Wohnung liefert tatsächlich laufende Einnahmen zur Altersvorsorge. Deshalb müssen aus meiner Sicht selbst genutztes und vermietetes Wohneigentum hier gleichgestellt werden. Ich erwarte, dass der Bundestag noch Nachbesserungen im Gesetzgebungsverfahren beschließt.“
10,7 Millionen Riester-Verträge
Ende 2007 hat es in Deutschland rund 10,7 Millionen Riester-Verträge gegeben. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Daneben gab es zum 31. Dezember 2006 in Deutschland rund 32 Millionen Bausparverträge. In dem Jahr seien zudem 7,8 Millionen Anträge auf Wohnungsbauprämie bewilligt worden. Die Ausgaben für die Wohnungsbauprämie hätten im Jahr 2007 insgesamt 453,3 Millionen Euro betragen, heißt es weiter.
DWS Riester Rente Premium
Tarifbeschreibung:
Bei der DWS Riester-Rente Premium handelt es sich um einen Riester-Fondssparplan, bei dem das Hauptaugenmerk auf eine maximale Aktienfondsquote gesetzt wird, ohne die sichergestellte Beitragsgarantie oder die Höchststandsgarantie aus dem Auge zu verlieren. Neu ist das System, wie die Kundenindividuelle Fondsaufteilung gemanagt wird. Es wird für jeden Kunden eine individuell und tagesaktuell festgelegt in welcher Höhe er in Aktien, Renten, etc. investiert ist. In diese Berechnung fließen die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Kapitalmärkte ein, sowie die aktuelle Zinslage, das Alter des Kunden, der gewünschte Rentenbeginn und weitere Faktoren. Durch die tägliche Betrachtung der Kundenkonten kann auch schnell auf eine Änderung an den Märkten reagiert werden (z.B. Crashs, Zinsänderungen).
Seit Ende 2007 hat sich die DWS Riester Rente Premium auch für Fonds anderer Gesellschaften geöffnet, und somit die Möglichkeit noch mehr aussichtsreiche Fonds mit ins Portfolio zu nehmen. Aktuell sind dies Fonds von AXA Investment Managers, Schroeders, Threadneedle.
Wertentwicklung:
Musterkunde: 30 Jahre alt, Laufzeit 35 Jahre, 2100 Euro Beitrag (incl. staatlicher Zulage), Fondsentwicklung 8%*, Beginn 01.01.2008
Ablaufleistung (Verrentungskapital) DWS Riester Rente Premium: 325.333 €**
zum Vergleich:
Bester Direktversicherer: 265.111 € **
Bester Maklerversicherer: 308.842 € ***
Durchschnitt aller Versicherer: 248.433 € ***
Schlechtester Versicherer: 183.442 € ***
Vergleich mit Fondssparplänen (Quelle: Focus Money 40/2007****)
hier wurde davon ausgegangen, dass sich alle Aktienfonds wie der MSCI Weltaktienindex von 1987 bis Ende 2006 entwickelt hätten, und der Riester-Sparer einen monatlichen Beitrag von 100 Euro investiert.
angespartes Vermögen:
DWS Investment – DWS Riester Rente Premium: 54.410 €
Cominvest – Förderdepot: 53.434 €
Allianz Global Investors – Allianz-dit Fondsvorsorge: 50.619 €
Hansa Invest – Hansa Generation: 48.196 €
DekaBank – Deka Bonus Rente: 46.358 €
Union Investment – Uni Profi Rente: 45.457 €
per 29.02.2007 ergibt sich bei einer Aktienquote von 97 % folgene Fondsaufteilung bei der Riester-Rente Premium:
Größte Werte (in % des Fondsvermögens)
DWS TOP DIVIDENDE (Aktienfonds) 9,7
DWS AKKUMULA (Aktienfonds) 9,7
DWS INTERVEST (Aktienfonds) 9,6
AXA ROSENBERG – JAPAN EQUITY B (Aktien 6,8
DWS GLOBAL AGRIBUSINESS A2 (Aktienfond 4,9
SCHRODER ISF – GLOBAL PROPERTY SEC 4,9
DWS INVEST BRIC PLUS FC (Aktienfonds) 4,9
DWS INVEST RESPONSIBILITY FC (Aktienfon 4,9
THREADNEEDLE – GLOBAL SELECT FUND 1 4,9
DWS TOP 50 ASIEN (Aktienfonds) 4,9
* Wertentwicklung nach BVI-Methode, d. h. ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages und Kostenpauschalen. Die Illustration der DWS RiesterRente Premium schließt die Abschluss- und Vertriebskosten sowie Depotgebühren ein, um gemäß der Anforderungen des AltZertG eine umfassende Kostentransparenz für den Kunden zu gewährleisten. Wertentwicklungen der Vergangenheit ermöglichen keine Prognosen künftiger Ergebnisse. ** Quelle: DWS Berechnungen *** Quelle: Morgen & Morgen-Vergleichssoftware, AV-Win Version 3.70, Tarifauswahl auf Basis „FLV individuell“ und dynamischer Rente. Fondsgebundene FRV nach AvmG mit Beitragserhalt, individuelle Fondsauswahl mit frei wählbarer Performance. Die angenommene Wertentwicklung dient lediglich Illustrationszwecken. Die tatsächliche Wert entwicklung im Rahmen der Policen hängt u. a. von der Güte der gewählten Fonds, der künftigen Kapitalmarktsituation und Anzahl und Zeitpunkt eventueller Fondswechsel (Switchen) ab.**** Quelle: Focus Money, 26.09.; Test 40/2007; Fondssparpläne. Ergebnisse beruhen auf einer simulierten Rückrechnung und haben nur begrenzten Aussagewert.
AachenMünchener Privat-Rente 1RG – Rente Ertrag
Tarifbeschreibung:
bei der Privat-Rente nach dem Tarif 1RG – Rente Ertrag der AachenMünchener handelt es sich um eine aufgeschobene Rentenversicherung mit konventioneller Anlage von Sparbeiträgen und Überschüssen. Da die AachenMünchener seit 2007 ausschließlich über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) vertrieben wird, kann dieser Tarif nur dort abgeschlossen werden.
Kosten eines Anbieterwechsels:
Gebühr 4 Monatsbeiträge, höchstens 150 EUR
Kosten eines Tarifwechsels innerhalb der Gesellschaft:
Gebühr 4 Monatsbeiträge, höchstens 150 EUR
Abschluß- und Vertriebskosten:
gestaffelt nach Ansparphase von bis zu 3,55% der Eigenbeiträge, verteilt auf die ersten 10Jahre und 3,375% p.a. jeder Zulage
Verwaltungskosten:
gestaffelt nach Ansparphase bis zu 6,4%jedes Eigenbeitrages sowie 0,2% p.a. des Deckungskapitals
Gebühren bei Beitragsfreistellung:
es fallen keine Gebühren an
Gebühren einer Vertragskündigung:
Gebühr 4 Monatsbeiträge, höchstens 150 EUR
Verwaltungskosten im Rentenbezug:
Verwaltungskosten 1,5% p.a. der Jahresrente
sonstige Gebühren:
35 EUR bei Inanspruchnahme der Wohneigentumförderung
Gebühren auf Zulagen:
Ja, siehe Abschluß- und Vertriebskosten
Anbieteradresse:
AachenMünchener Lebensversicherung AG Robert-Schumann-Str. 51 52066 Aachen Tel.: 0241 / 456-0 Fax: 0241/ 456-5138Bewerten Sie diesen Tarif:
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Was bedeutet unmittelbar und mittelbar förderberechtigt?
Wenn Sie zum geförderten Personenkreis gehören, der anspruch auf die Riester-Rente hat, so sind Sie unmittelbar förderberechtigt. Sind Sie mit einer unmittelbar förderberechtigten Person verheiratet, so sind Sie mittelbar förderberechtigt und können mit einem eigenen Vertrag auch die Zulage vom Staat erhalten, ohne dafür eigene Beiträge aufwenden zu müssen.
Wer erhält die Kinderzulage bei der Riester Rente?
Bei Ehepaaren werden die Kinderzulagen grundsätzlich auf den Riester-Vertrag der Mutter überwiesen. Väter erhalten die Zulage nur dann, wenn beide Partner dies gemeinsam beantragen. Die Mutter muss also der Übertragung der Kinderzulage auf dem Zulagenantrag des Mannes zustimmen. Innerhalb des Beitragsjahres kann die Übertragung nicht widerrufen werden. Leben die Eltern getrennt, gelten folgende Regelungen: Wer das Kindergeld bekommt, dem steht auch die Kinderzulage zu. Bei einer Anspruchskonkurrenz bezüglich des Kindergeldes erfolgt die Überweisung an den Berechtigten, in dessen Haushalt das Kind lebt. Wenn das Kind den Haushalt wechselt und beide Elternteile innerhalb eines Jahres zeitversetzt Kindergeld ausbezahlt bekommen, ist ebenfalls keine doppelte Berücksichtigung möglich: Die Zulage erhält dann derjenige, der in dem betreffenden Jahr die erste Kindergeldrate erhalten hat.
Hinweise:
- Um den Anspruch für die Kinderzulage bei der Riester-Rente zu erhalten, genügt es wenn einen Tag im jeweiligen Jahr das Recht zum Erhalt der Zulage bestanden hat. Für ein Kind welches also am 31.12.2007 geboren wurde erhält man die Kinderzulage für das gesammte Jahr 2007. Die Zulage wird nicht anteilig auf die einzelnen Tage oder Monate wie beim Kindergeld umgerechnet.
Grundsicherung und Riester Rente – ein leidiges Thema
Riestern lohnt sich auch für Geringverdiener?! Folgende Musterrechnung zeigt den effektiven Aufwand bei einem Geringverdiener.
Die Riester-Rente ist nicht nur eine sehr attraktive steuerfinanzierte Förderung gerade für kinderreiche Familien – von teilweise sogar über 90 Prozent des Sparbetrages. Sie ist auch für Geringverdiener eine gute Möglichkeit, ein Stück Sicherheit für das Alter aufzubauen.
Mit der Riester-Rente hilft der Staat eine eigene private, kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzubauen. Gemessen an der Eigenleistung sind es gerade gering verdienende Bürgerinnen und Bürger, die die höchste Förderung erhalten. Im Rentenalter sind sie dann unabhängiger von staatlichen Sozialleistungen.
Beispiel: Was eine Riester-Rente leisten kann
Die 25-jährige Alleinerziehende A hat im Jahr 2008 einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Sie hat Zwillinge, die im Januar 2008 geboren wurden. Ab dem Jahr 2014 geht Sie halbtags arbeiten. Ihr Bruttoarbeitslohn beträgt 20.000 EUR. Unterstellt wird, dass sie für die Kinder bis 2030 Kindergeld erhält. Die angenommene Verzinsung des „Riester-Konto” liegt bei nur angenommenen 3 Prozent.
Ihr Gesamtguthaben beträgt nach 22 Jahren Riester-Sparen 27.209,15 Euro. 95 Prozent der Summe, 25.829,15 EUR, setzen sich aus öffentlichen Förderungen und Zinsen zusammen. Der Eigenanteil beträgt lediglich bei 1.380 EUR.
Fazit: wer nicht schon mit 25 Jahren mit absoluter Sicherheit weiss, dass er in 40 Jahren auf die Grundsicherung angewiesen ist, sollte den geringen Aufwand tätigen und die Riester Rente mitnehmen.
leichter Anbieterwechsel bei der Riester-Rente
Wer eine klassische Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen hat, für den lohnt sich eine Kündigung in der Regel nicht. Man bleibt so an seinen oftmals vor Jahrzehnten gewählten Anbieter gebunden, auch wenn es mittlerweile einige Gesellschaften gibt, bei denen die Anblaufleistungen deutlich höher sind. Bei der Riester-Rente ist ein Anbieterwechsel jedoch sehr einfach möglich. Die Kündigung eines bestehenden Riester-Vertrages ist jederzeit und ohne große Hürden möglich, wenn das angesparte Vorsorge-Kapital in einen neuen Riester-Vertrag übertragen wird. Im Gegensatz zu den klassischen Altersvorsorgeverträgen werden bei einer Kündigung nicht nur die vor allem in den ersten Jahren sehr niedrigen Rückkaufwerte übertragen, sondern das gesamte Riester-Kapital (Übertragungskapital). Die einzigen anfallenden Kosten die bei einem Anbieterwechsel entstehen sind die Wechselgebühren, die sich je nach Gesellschaft in einer Größenordnung von etwa 50-150 Euro bewegen. Man sollte also nach dem Abschluß der Riester-Rente alle paar Jahre seinen Vertrag überprüfen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.
Lebensversicherer erhöhen die Überschussbeteiligung 2008 geringfügig
Weitsicht vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise mit Druck auf die Zinsen bewiesen Deutschlands Lebensversicherer. Ihre Überschuss-Deklarationen für 2008 fielen entsprechend vorsichtig aus. So verbesserte sich die laufende Verzinsung von Lebens- und Rentenversicherungen der Untersuchung der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur zufolge im Marktdurchschnitt über alle Tarifarten und Tarifgenerationen hinweg im neuen Jahr nur um 0,11 Prozentpunkte. Damit beträgt die Gesamtverzinsung 4,34 nach 4,23 Prozent im Jahr zuvor.
Bei Kapitallebensversicherungen erhöht sich laut „map-report“ Nr. 667-668 die laufende Verzinsung im Schnitt von 4,26 auf nunmehr 4,39 Prozent. Für eine aufgeschobene Rente steigt die laufende Verzinsung von 4,25 auf 4,35 Prozent. Und für sofort beginnende Leibrenten gegen Einmalbeitrag ermittelte der „map-report“ eine laufende Verzinsung von 4,38 Prozent im laufenden Jahr – nach 4,20 Prozent im Vorjahr.
